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Einen weiteren Schritt nach vorn – von Lena

25. Februar 2011

Mein Weg zu Susanna entstand aus tiefster Verzweiflung. Das Problem bei mir war nicht nur, daß ich mich in jemanden verliebt hatte, der vergeben war, sondern auch noch von einem ganz anderen Ufer.
Seit ich denken kann liebe ich Frauen, doch bei meiner Angebeteten war es eben anders…  Sie hat seit einigen Monaten  einen Freund und war auch schon lange Zeit vorher in ihn verliebt.

Ich schaffte es lange Zeit für sie „nur“ eine Freundin zu sein. Wir kennen uns von der Arbeit… Und gingen einige Abende mal zusammen weg, so entstand unsere Freundschaft. Meine Gefühle für sie wurden aber immer stärker und ich konnte mir irgendwann auch nicht mehr vormachen, daß sie nur eine Freundin wäre. Doch ich sagte ihr natürlich nichts, da ich ja von ihrer Liebe zu Thomas (so heißt er) wusste… Und außerdem würde sie sich wohl kaum in mich verlieben! 🙁 Und ich wollte sie nicht auch noch als Freundin verlieren!
Doch die Situation wurde immer unerträglicher für mich… Wie sie mir von Thomas vorschwärmte. Und der große Absturz bei mir kam dann an dem Tag, als sie mir erzählte, daß sie nun zusammen seien.
Meine Welt brach zusammen… aus meinen Tränen hätte man glaube ich einen ganzen Bach füllen können! Mir wurde klar, daß ich diese „Freundschaft“ auf keinen Fall Aufrecht erhalten kann! Vorallem weil sie auch langsam misstrauisch wurde und mich oft fragte, wieso ich denn so still sei und wieso ich nicht mehr so oft weggehen wollte. Ich glaube sie war auch ein bisschen enttäuscht… Aber das war nichts gegen MEINE Enttäuschung! Auch wenn ich wusste, daß sie ja nicht auf Frauen steht sondern auf Thomas, ich hatte immer noch diese Hoffnung, daß sie vielleicht doch irgendwann ihre Liebe zu mir erkennen würde 🙁 Aber daß geschah nicht… Stattdessen half ich Trottel ihr auch immer noch in den Situationen, in denen Thomas sie schlecht behandelt hatte. Aber als die beiden dann ein Paar wurden konnte ich nicht mehr.

Und das war auch der Tag, an dem ich Susanna schrieb, weil ich wirklich depressiv war und mir nicht mehr anders zu helfen wusste. Ich ging nicht mehr zur Arbeit, meldete mich krank, und wollte auch ansonsten das Haus nicht mehr verlassen. So, dachte ich, dieses Liebeszauberdings ist jetzt die letzte Chance die ich habe. Ich kann sie nicht vergessen…
Susanna riet mir erstmal dazu, daß ich zu aller erst zu mir selbst finden müsse. Sie hatte Recht, ich hatte ja keinerlei Lebensmut mehr… Wir begannen dazu mit einem Tagesritual.
Nach dem ersten Monat erging es mir dann auch wieder besser. In der Zeit leidete ich zwar Höllenqualen, aber dafür ging es so ca. nach 1 Monat wieder aufwärts. Ich ging wieder zur Arbeit und konnte auch einigermaßen normal mit ihr sprechen, auch wenn es weh tat.
Ich nervte Susanna mit der Frage, wann wir denn endlich den Liebeszauber machen könnten, damit Carina sich in mich verliebt… Doch Susannas Antwort war nicht sehr erfreulich 🙁 Sie sagte mir, daß ich jetzt in einem Zustand wäre, in dem ich die Wahrheit ertragen könne, und die Wahrheit wäre, daß die Wahrscheinlichkeit sehr gering sei, daß sie sich in mich verlieben würde. Daß war wirklich ein herber Schlag für mich!!!! Ich war auch erstmal sauer! Ich lese hier ständig diese tollen Geschichten und dann soll ausgerechnet mein Fall hoffnungslos sein!?!?!
Aber im Nachhinein muß ich Susanna wirklich für diese Ehrlichkeit danken! Sie hätte mir ohne Probleme 10000 Liebeszauber andrehen können, doch sie tat es nicht. Stattdessen sagte sie mir die Wahrheit, was ich zu erwarten hätte, und ich sparte mein Geld.
Sie riet mir stattdessen noch ein Tagesritual zu machen, da daß erste bei mir ja schon gut angeschlagen hatte, um wieder Lebensfreude zu empfinden. Insgesamt machte ich 3 Tagesrituale, weil es mir Wochen nach den Tagesritualen wirklich besser ging! Jedes Mal machte ich einen weiteren Schritt nach vorn.

Heute sind einige Monate vergangen seit der Katastrophe und nun bin ich an einem Punkt, wo es mir nicht mehr so schwer fällt loszulassen. Ich will nicht lügen, es ist immer noch nicht leicht. Aber es geht… ich ertrage es nun sie zu sehen auf der Arbeit, aber ich beschränke den Kontakt auf das nötigste. Ich treffe mich seit einer Woche auch mit jemand Neues, vielleicht schaffe ich es nun endlich komplett da raus.
Ich wollte mich mit diesem Bericht nur für die schönen Tagesrituale bei Susanna bedanken und natürlich für ihre Ehrlichkeit! Ihr könnt ihr vertrauen!

Liebste Grüße

Lena

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